Sea Bees Diving oder die Welt mit dem Blubb
Tauchen Kommentare deaktiviert für Sea Bees Diving oder die Welt mit dem BlubbIch habe vorhin erwähnt das wir eine große Zeit am Abend im Hotel verbracht haben, dies hatte einen ganz einfachen Grund denn meine Freundin und ich wollten in Thailand den Open Water Diver machen. Ich habe in meinem Leben noch nie über das tauchen wirklich nachgedacht, klar bin ich ein Fan von Unterwasser Dokus auf dem Discovery Channel, aber es selber zu machen war nie eine Überlegung. Der Auslöser hierfür war meine Freundin. In Phuket gibt es eine wunderbare Tauchschule mit dem Namen Sea bees. Wir haben am ersten Tag uns mit Kerstin unserer Tauchlehrerin getroffen und alles erst einmal besprochen. Wir mussten eh den Dienstag noch abwarten, da man nach dem Fliegen 24 Stunden nicht tauchen darf. Dies gilt ebenfalls auch nach dem tauchen. Wieso?
Schon bei der Urlaubsplanung sollte berücksichtigt werden, dass zwischen einem Tauchgang und einer Flugreise oder auch dem Aufsuchen von Höhen bestimmte Wartezeiten eingehalten werden müssen. Beim Tauchen sättigen sich die Körpergewebe durch den erhöhten Umgebungsdruck in der Tiefe mit Stickstoff auf.
Dieser löst sich bei und nach dem Auftauchen durch das Nachlassen des Druckes langsam wieder aus den Geweben, wird mit dem Blutstrom zur Lunge transportiert und dort abgeatmet. Kommt es nun im Flugzeug oder in größeren Höhen zu einer weiteren Verringerung des Umgebungsdruckes, kann noch im Körper verbliebener Stickstoff zur Bildung von Gasblasen und dadurch zu einer Dekompressionskrankheit führen.
Aus diesem Grunde sollten Tauchurlauber nach dem letzten Tauchgang bis zum Antritt des Rückfluges sicherheitshalber ein Intervall von mindestens 24 Stunden einhalten. Wenn im Urlaub intensiv (zwei und mehr Tauchgänge pro Tag) getaucht wurde oder dekompressionspflichtige Tauchgänge erfolgten, sollten sogar 36 bis 48 Stunden zwischen Tauchen und Flugantritt liegen.
Es konnte somit am Mittwoch endlich losgehen. Wir fuhren mit dem Shuttle ins Marriot Hotel in die Tauchschule und wurden erst einmal bekannt gemacht mit dem Ablauf unserer Ausbildung. Darauf hin sind mir schon Fragen durch den Kopf geschossen welche unserer Tauchlehrerin viel Freude bereiteten. Nach dem ansehen und zusammensetzen der Tauchausrüstung. (Flasche, Jacket, Atemregler, Inflator etc) ging es in Richtung Pool. Nun sollte es also los gehen. Es ging los mit Übungen an der Wasseroberfläche, Flossen anziehen und einfach mal unter Wasser zu atmen. Kerstin achtete vor allem darauf, dass wir mit wenig Gewicht und viel mit unserer Lunge arbeiteten. Der zweite Tag am Pool war ähnlich, erst haben wir unseren Theorie Test machen müssen (beide natürlich bestanden) und dann kamen Übungen wie: Maske fluten und ausblasen, Maske unter Wasser abziehen und wieder anziehen, Atemregler wegschmeißen und wieder neu in den Mund führen etc. Am Abend waren wir dann komplett tot.
Nach 2 Tagen Pool und viel Theorie war es nun soweit es ging auf das Meer nach Koh Racha Yai zu unseren ersten 2 Open Water Tauchgängen in freier Wildbahn. Kommen wir nun zum einzigen NEGATIVEN am tauchen. Wellengang. Vanessa ist wohl Wellenresitend, ich leider nicht. Nach über einer Stunde auf dem Meer ging es mir hundeübel. Hierbei möchte ich bitte erwähnen das ich NICHT kotzen musste. Im Wasser selber war alles wie weggeblasen. Da waren wir also und schwupps waren wir einfach mal eben gute 11 Meter unter Wasser. Beim ersten Tauchgang sollten wir einfach mal schwimmen, auf unsere Atmung achten und einfach mal alles auf uns wirken lassen. Es war einfach wunderbar. Rifffische, Muränen, Skorpionfische etc. Nach 50 Minuten war unser erster Tauchgang dann auch schon vorbei. Der zweite Tauchgang galt dann ein wenig mehr den Übungen. Am Ende des Tages mussten wir dann ja wieder zurück und das Meer war nach wie vor wellig. Des Rätsels Lösung? Ganz gemütlich hinlegen und die Augen zu machen. Perfekte Art und Weise für mich zu reisen, da kann es noch so schaukeln ab diesem Zeitpunkt stört mich das dann nicht mehr. Den Abend haben wir dann mit Nitrox Theorie verbracht und es uns einfach gut gehen lassen.
Am Sonntag sollten eigentlich 4 Tauchgänge auf dem Plan stehen, leider machte uns dort das Wetter einen ziemlichen Strich durch die Rechnung. Der erste Spot Shark Point war noch bei ruhiger See auch wenn ich das erste mal mitbekommen durfte was es heißt voll in der Strömung zu schwimmen. Auf das Riff zu achten, auf meinen Buddy und meine Lehrerin inkl. irgendwie den Rest zu kontrollieren führte dazu das ich meine Flasche in etwas mehr als 30 Minuten auf 50 Bar unten hatte und wir mit einer Übung zusammen den Aufstieg von knapp 18 Metern vollzogen hatten.
Ich könnte nun noch ganz viel über das tauchen schreiben, ich weiß auf jeden Fall das ich diesen Sport zu 100% weiter verfolgen werde und schon einen groben Plan davon habe welche Special Kurse ich gerne machen würde und was ich wo auf der Welt unter Wasser noch erkunden möchte. Natürlich mit meiner Freundin.
Ich kann jedem diesen Sport nur ans Herz legen.
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